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  Dominikanische Republik
 

Dominikanische Republik

Im letzten Jahr verbrachten wir einen sehr schönen Urlaub in der Dominikanischen Republik und nun sind wir auf dem Anflug, um dieses Land ein zweites Mal zu besuchen. Unser Zielflughafen ist heute Puerto Plata, im Jahr zuvor war er Punta Cana.

Ein bisschen aufgeregt sind wir schon, ob das alles funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir wollen dieses Mal die Freiheit genießen, zu bleiben wo es uns gefällt und mit dem "eigenen" Auto Land und Leute kennen lernen. Obwohl wir schon im Rentenalter sind (61 und  64 Jahre) freuen wir uns auf unsere Reise ohne die Planung eines Reiseunternehmens und fernab der All-inclusive-Anlagen.

Über Internet haben wir uns vorab nach Autovermietern umgesehen und mussten feststellen, dass alle nationalen und internationalen Anbieter sehr teuer waren. Wir fanden dann doch noch einen Anbieter, der sich deutlich im Preis nach unten absetzte.

Gerade sind wir gut gelandet, passieren die Passkontrolle und nun erwarten wir unseren Autovermieter. Ob er auch wirklich da ist?

Vor dem Flughafen sehen wir viele Menschen und vereinzelt werden Schilder hochgehalten. Ja, da entdecken wir einen jungen Mann, der nicht zu übersehen ist und wirklich unser Namensschild hoch hält. Welch eine Erleichterung! Wir begrüßen nun Herrn Kbilke. André Kbilke ist Deutscher, lebt in Sosua, vermietet hier seine Autos und ebenso auch Ferienunterkünfte. Er ist  zu erreichen über Internet:  oder Tel. Nr. 001 89-3435277 oder 001 89-5714169.

Wir gehen mit ihm zu einem Auto und er erklärt uns, dass dies nun unser Mietwagen für die nächsten drei Wochen sein wird und wir zuerst mit ihm in sein Privathaus fahren, um alle Formalitäten zu erledigen. Nach einigen Kilometern biegen wir von der Hauptstraße ab in eine Wohnanlage: "Perla Marina". Mit einem erfrischenden Getränk empfängt uns seine Frau.

Da wir noch eine größere Fahrt vor uns haben, verabschieden wir uns bald, nehmen unser Auto in Empfang und begeben uns auf den Weg . Unser Ziel ist die Halbinsel Samana, Entfernung ca. 220 km von Puerto Plata. Auf dieser Fahrt gibt es natürlich schon sehr viel zu sehen. Wir passieren Cabarete, das bekannte Windsurferparadies und fahren nun entlang der "Costa de Ambar" (Bernsteinküste). Die Landschaft ist einmalig , immer wieder haben wir wunderbare Ausblicke auf das Meer. Sehr gut gefallen uns die vielen bunten Holzhäuschen und es ist viel schöner wie in den Reiseprospekten. Oft winken uns die Dominikaner zu und besonders die kleinen Kinder, alle sind so freundlich! 

Wir fahren vorbei an den bekannten Orten Rio San Juan, Cabrera, Nagua und immer wieder sehen wir kilometerlange weiße Sandstrände auf unserem Weg nach Sánchez zum Beginn der Halbinsel Samana.

Am Ortsende von Sánchez verlassen wir die Hauptstraße und biegen links ab, nachdem wir zuerst weitergefahren sind und den Wegweiser nach Las Terrenas (ca. 17 km) übersehen hatten. Die Straße führt nun steil bergauf und es gibt viele Kurven bis zur Nordküste der Halbinsel. Wir müssen langsam fahren, immer wieder sehen wir Schlaglöcher und es ist Vorsicht geboten. Somit haben wir auch mehr Zeit, die bezaubernde Hügellandschaft und die tollen Ausblicke über die Palmenwälder zu genießen.

Endlich haben wir unser Reiseziel Las Terrenas erreicht. Wir durchfahren die Hauptstraße (Calle Principale). Auch hier müssen wir langsam fahren, die Straße hat viele künstliche Holperschwellen, aber dabei können wir uns schon einmal die "Hauptgeschäftsstraße" ansehen und erkennen unter den Dominikanern auch die ersten Touristen.

Am Ende der Hauptstraße biegen wir vor dem Straßenschild El Portillo (das ist der kleine Flughafen von Samana) nach links ab. Zuerst sehen wir uralte bunte Hütten, in denen sich  Restaurants oder kleine Geschäfte befinden und dann beginnt ein holperiger Sandweg. Wir fahren vorsichtig und genießen die Ausblicke auf die Palmen, den herrlichen Strand und das Meer. Nach da. 800 m erreichen wir unser kleines Paradies: Residence "Playa Colibri", Tel. (1) 89 24 64334, Fax (1) 89 240 69 17).

Wir hatten diese Apartmentanlage im Jahr zuvor entdeckt. Die Apartments (es gibt verschiedene Größen) sind sehr geräumig, sauber, haben große Terrassen, alle mit Blick zum Meer, Reinigungsservice zweimal in der Woche inbegriffen.

Damals fuhren wir vom Flughafen Punta Cana mit Taxi, Bus und Fähre und erreichten auf wirklich abenteuerlichen Wegen die Halbinsel Samana. In vier Wochen hatten wir jede Woche eine andere Unterkunft. Im Playa Colibri verbrachten wir die letzte Woche und nach Ende dieses Urlaubs war uns klar geworden: hier wollen wir noch einmal hin und das für drei Wochen.

Endlich angekommen werden wir bei unserer Ankunft wie gute Freunde begrüßt. Obwohl es mittlerweile dunkel geworden ist, holen wir unsere Badesachen aus dem Koffer, gehen nur über den Sandweg zum Strand und setzen uns in das warme Wasser. Aus der Ferne hören wir leise Merengue-Musik - das ist Karibik-Feeling!  
Am nächsten Morgen genießen wir auf unserer Terrasse den guten dominikanischen Kaffee und die Aussicht in den tropischen, sehr gepflegten Garten. Hier befindet sich ein großer Swimmingpool mit Jacuzzi. Bequeme Liegen zum Ausruhen stehen unter Palmen bereit.

Das Personal ist sehr nett und Verständigungsschwierigkeiten gibt es nicht, 6 Sprachen werden gesprochen. "Imke" - eine Holländerin ist die Seele der Anlage. Sie hilft, wo Hilfe gebraucht wird und hat jede Menge guter Tipps. "Rocco" ist ihr Lebensgefährte und Bauherr dieser Anlage. Er ist ein sehr netter Italiener.

Selbstverständlich organisieren Imke und ihre Mitarbeiterinnen auch die Taxifahrt vom Flughafen Puerto Plata oder auch Santo Domingo für Gäste, die sich nicht trauen, mit dem Mietwagen zu fahren.

Es besteht auch die Möglichkeit, vom kleinen Flughafen El Portillo mit Kleinflugzeugen (Linie oder Charter) zu den größeren Flughäfen des Landes zu fliegen. Im letzten Jahr flogen wir von hier mit einer Viersitzer-Maschine nach Punta Cana (Flugzeit 1 Stunde). Es war ein unvergessliches Erlebnis und nicht einmal sehr teuer.

Zur Anlage "Playa Colibri" gehört auch ein Strandrestaurant. Wer aber gerne selbst kocht, hat keine Probleme mit dem Einkaufen. In Las Terrenas gibt es zwei gute Supermärkte und einige  kleinere Geschäfte. Gemüse und Obst kauft man am besten auf der Straße, Händler sind überall. Wir haben auch zwei gute Bäcker gefunden und einen französischen Metzger, der bestes Fleisch hat (gegenüber dem großen Supermarkt auf der anderen Straßenseite). Frischen Fisch bekommt man natürlich auch, am besten direkt bei den Fischern am Strand in Richtung "Playa Colibri" (ab ca. 11.00 Uhr), wenn sie gerade mit ihren Fängen zurückkommen. Da ist eine tolle Atmosphäre! Wer kein Mietauto hat, lässt sich zum Einkaufen preiswert mit den "Motoconchos" fahren. Das sind umgebaute Mofas und es macht damit viel Spaß! Die Fahrer stehen überall, morgens oft schon ab 8.00 Uhr vor den Hotelanlagen.

Wir verbringen die ersten Tage mit Lesen und Schwimmen, aber heute  werden wir eine längere Strandwanderung machen. Mit dem Auto fahren wir zur Playa Bonita und laufen von  hier zum Playa Cozón und verbringen viele Stunden an diesem endlosen, wunderschönen Strand. Es ist wie im Paradies, wir sind fast allein, nur ab und zu treffen wir einige Strandläufer. Vereinzelt finden wir kleine Hütten, in denen man einfach, aber gut essen und auch etwas trinken kann. Man kann natürlich auch Kokosnüsse, die überall herumliegen, aufschlagen und die frische Kokosmilch trinken und das Fruchtfleisch essen. Es schmeckt köstlich!

Gut erholt erkunden wir in den nächsten Tagen mit dem Mietwagen die ganze Halbinsel und lernen andere herrliche Strände kennen.

Wir fahren von Las Terrenas in Richtung Santa Bárbara de Samana (das ist die Inselhauptstadt). Gleich hinter der Stadtausfahrt in Richtung Las Galeras beginnt auf der linken Straßenseite (kleines Hinweisschild) der Weg zum einsamen Strand von El Valle. Wir müssen hier wieder einmal langsam fahren, die Straße hat eine Menge Löcher und zweimal durchqueren wir sogar einen Bach. Ein Jeep oder ein Motorrad  wäre doch wohl empfehlenswerter. Aber wir fahren mutig weiter und genießen dabei die herrliche Landschaft, die bunten dominikanischen Häuschen und die vielen exotischen Pflanzen.

Am Strand verbringen wir schöne Stunden mit Schwimmen und Sonnenbaden. Wir essen in der einzigen einfachen Holzhütte ein dominikanisches Reisgericht und es schmeckt wunderbar! Die Hähnchen dafür werden frisch geschlachtet, gerade so wie sie gebraucht werden.

Ein anderes Mal fahren wir an den sehr bekannten Strand Playa Rincon. Wieder führt der Weg über Santa Bárbara de Samana. Einige Kilometer vor Las Galeras biegen wir links ab in eine beschilderte Straße Richtung Playa Rincon. Von hier sind es ca. 20 km durch eine wieder sehr schöne Landschaft zu diesem wirklich traumhaften Strand. Aber die letzten ca. 3 km dahin sind in einem so schlechten Zustand,  dass man nur abraten kann, diesen Weg zu nehmen. Im Jahr zuvor fuhren wir mit dem Boot von Las Galeras - die Boote liegen gegenüber dem schönen Hotel "Club Bonito" - zu diesem Strand, das war ideal und ein tolles Erlebnis. Über den Preis lässt sich reden und die beiden Bootsbegleiter warten, bis man wieder zurückfahren will.

Wieder verbringen wir viele Stunden am Puderzucker-Strand und schwimmen im glasklaren Wasser. Am Ende der Bucht der Playa Rincon (die Boote fahren direkt dahin!) entdecken wir ein kleines Restaurant (das einfach gemauerte Haus) und bestellen uns gegrillten Fisch. Er ist mariniert in einer köstlichen Sauce und so hat es dann auch geschmeckt.

Am Nachmittag besuchen wir Las Galeras und  etwas außerhalb sehen wir uns eine allseits gelobte All-inclusive-Anlage an: "Casa Marina Bay". Sie ist sehr schön gelegen und macht einen wirklich guten Eindruck.

Vor unserer Rückfahrt besichtigen wir noch eines der schönsten Hotels der Dominikanischen Republik: die "Villa Serena" (E-mail: Tel. (1) 89-538-0000, Fax (1) 89-538-0009) - einfach traumhaft.

Wir sind in "unserer" Anlage "Playa Colibri" wieder rundum zufrieden, es ist  so, wie wir es im Urlaub einfach gerne haben, ungezwungen, gepflegt, ein herrlicher exotischer Garten mit  großem Pool, schöne Liegen unter Palmen und der Traumstrand direkt vor der Anlage, auch hier gibt es wieder Liegen direkt am Wasser. Den schönsten Platz zum Schwimmen haben wir in der kleinen Bucht entdeckt, ca. 200 m nach links.

Am Ende dieser Bucht befindet sich der Fußweg (zuerst muss man ein paar Meter durch kniehohes Wasser laufen) über den Hügel zur wunderschönen Playa Bonita. Wer Ruhe und Traumstrände sucht, wird sich hier sehr wohl fühlen. Es gibt einige kleinere Hotelanlagen. Neugierig wie wir nun einmal sind, haben wir uns diese auch angesehen. Sehr gefallen hat uns das Hotel "Atlantis". Es ist wunderschön und hat viel Atmosphäre. Jedes Zimmer ist anders ausgestattet, einfach außergewöhnlich! Der Besitzer ist Franzose. Er hat früher für den Staatspräsidenten Mitterand gekocht und  nun kocht er für seine Gäste.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Heute ist unser letzter Urlaubstag und es heißt Abschied nehmen von unserem kleinen Paradies. Wir fahren die schöne Küstenlandschaft zurück nach Sosua. Hier geben wir bei Herrn Kobilke unser treues Mietauto ab und werden wieder von seiner reizenden Frau mit einem köstlichen Getränk begrüßt. Selbstverständlich fährt Herr Kobilke uns noch zum Flughafen Puerto Plata. Besser kann es gar nicht sein.

Nun sind wir auf dem Rückflug nach Frankfurt. Der Service bei Condor ist einfach super, wir genießen es, von dem freundlichen Personal verwöhnt zu werden.

An diesen Urlaub denken wir bestimmt gerne zurück! 



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